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Hitzeschlacht beim 10. Zabergäu-Lauf: 562 Finisher geben alles


Bei brütender Hitze mussten die Sportlerinnen und Sportlern beim 10. Zabergäu-Lauf die letzten Reserven mobilisieren. Kein Wunder, dass diese Witterungsbedingungen einen deutlichen Rückgang der Teilnehmerzahl nach sich zogen. Waren es 2011 noch 656 Finisher, so überquerten beim kleinen Jubiläum nur 562 Läuferinnen und Läufer die Ziellinie. Etliche Teilnehmer ließen Vernunft walten und brachen ihren Einsatz ab.

 

Ein großes Aufgebot an Frauen und Männer vom Roten Kreuz standen für den Notfall bereit, dazu Dr. Wolfgang Balz und Dr. Martin Haiges. Bei ihnen bedanken sich die Veranstalter TSV Pfaffenhofen, Sportförderverein und Gemeinde Pfaffenhofen ebenso wie bei der Freiwilligen Feuerwehr Pfaffenhofen unter Leitung von Kommandant Matthias Fried. Die Floriansjünger garantierten Sicherheit und Parkordnung. Der Dank geht auch an die zahlreichen Helferinnen und Helfer bei der Startnummern-Ausgabe, an der Strecke, an den Getränkestellen und bei der Bewirtung in der Sommerhalle. Dass kurzfristig für die Dinosaurier Challenge eine weitere Getränke-Ausgabe im Stromberg eingerichtet wurde, erwies sich als sehr hilfreich.

 

Schirmherr Dieter Böhringer registrierte mit Freude, dass alle Starterinnen und Starter die Strapazen gut überstanden. Die Gesundheit steht beim Volkslauf an erster Stelle. Sehr schade war, dass es nach gut zwei Kilometern beim 10,5-km-Lauf und bei der Dinosaurier Challenge – beide Wettbewerbe wurden gemeinsam gestartet - eine bedauerliche Panne gab. Die Spitzengruppe kam von der vorgesehenen Strecke ab, weil am Stromberg-Waldrand ein Unbekannter ein Absperrband versetzt und damit die Läufer in die falsche Richtung geschickt hatte. Daraus ergab sich eine erhebliche Verzerrung der Resultate beider Distanzen.

 

Die Veranstalter bedauern diesen Zwischenfall und haben Verständnis für den Ärger der Betroffenen. Die Konsequenz wird sein, dass im kommenden Jahr ein Mountainbiker die Spitze des Feldes begleitet, um solche Zwischenfälle auszuschließen. Für diejenigen, die in Pfaffenhofen in den Ensinger-Zabergäu-Cup (Pfaffenhofen, Nordheim, Brackenheim) starten wollten und dabei eine Enttäuschung erlebten, bietet der TSV Pfaffenhofen die Möglichkeit an, in nächster Zeit einen Zeitlauf zu absolvieren, der dann in die Cupwertung einfließen würde.

 

Die Dinosaurier Challenge über 18,5 km gewann Mario Cammalerie (1:23:46 Stunden) vor dem Pfaffenhofener Holger Ott (1:24:13/beide Team AR Sport Asperg) und dem zeitgleichen Bernd Laumann (Tri-Team-Heuchelberg). Thorsten Siegl (Team AR Sport Asperg), der zu den Fehlgeleiteten gehörte, hätte sicherlich an der Spitze mitgemischt. Bei den Frauen siegte mit klarem Vorsprung Sabine Arnold (1:38:09/Realschule Güglingen). Dahinter folgten Martina Haffinger (1:48:37) und Heike Goetz-Hoffmann (1:49:04/Tri-Team-Heuchelberg).

 

Als klarer Favorit war der Heilbronner Jonas Beck (Runnerspoint), der Siebte der deutschen Crosslaufmeisterschaften, in den Hauptlauf über 10,5 km gestartet, wurde aber durch die Sabotage auf der Strecke seiner Chancen beraubt. So siegte Manuel Hekel (39:47 Minuten/Team AR Sport Asperg) vor Igor Schiffmann (40:38/Bauintact Bietigheim) und Jürgen Alber (43:45/TGV Dürrenzimmern). Bei den Frauen lief Tessa Götz (47:12/Sportteam Heilbronn) die beste Zeit, gefolgt von Beate Schalyo (48:36) und Petra Stiegler (50:06/ULG Flein).

 

Weitere Ergebnisse

 

1,5-km-Schülerlauf: 1. Lukas Beckbissinger (TSV Heimerdingen) 5:08 Minuten; 2. Danny Henze (SC Leingarten) 5:11; 3. Tom Weiss (SC Oberes Zabergäu) 5:28; Schülerinnen: 1. Emily Grün (Grundschule Pfaffenhofen) 5:45; 2. Chantal Hager 5:51: 3. Michelle Hager (beide TSV Pfaffenhofen) 6:01.

 

5,5 km, Männer: 1. Andreas Daniel (Daniel Runners) 21:37; 2. Timo Schuh (ASC Heidehof) 22:04; 3. Tom Durst (SV Leingarten) und Matthias Buck (TGV Dürrenzimmern) beide 22:10; Frauen: 1. Lena Ruoff (VfL Brackenheim) 25:16 Minuten; 2. Annika Stahl (Weingärtner Cleebronn-Güglingen) 25:19; 3. Tabea Böhringer (Tri-Team-Heuchelberg) 25:19.

 

Alle Resultate können unter dem Button "Ergebnisse" aufgerufen werden





Blick vom Weißen Steinbruch: Das Läuferband zieht sich über den Weinbergen oberhalb vom Rodbachhof entlang. Bilder: Werner Stuber